CeVis
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In dem regelmäßig stattfindenden Oberseminar tragen Gäste aus aller Welt über Forschungsarbeiten zu Themen vor, die mit der Arbeit von CeVis und MeVis in Verbindung stehen, und Mitarbeiter von CeVis und MeVis präsentieren ihre neusten Ergebnisse.


C(M)eVis-Oberseminar am 24.5.2000


Datum: Mittwoch, der 24.5.2000
Zeit: 13.30 Uhr s.t.
Ort: Seminarraum Mandelbrot
Referent: Prof. Dr. Klaus Tönnies (Institut für Simulation und Graphik, Universität Magdeburg)
INTEGRATION VON ANALYSE UND SEGMENTATION IN DER MEDIZINISCHEN BILDVERARBEITUNG - WISSENSVERARBEITUNG AUF PIXELEBENE
Unter Segmentierung in der medizinischen Anwendung wird neben der Zerlegung eines Bildes in semantische Einheiten häufig auch die quantitative Analyse klassifizierter Strukturen verstanden. Diese Erweiterung des klassischen Segmentierungsbegriffs ist eine Folge aus den in der medizinischen Bildverarbeitung sich ergebenden Aufgaben, die eine strikte Zuordnung eines hierarchisch aufgebauten Wissenssystems zu sequentiellen Analyseschritten selten zulässt. Die konsequente Anwendung der auf einem erweiterten Segmentierungsbegriff aufbauenden Strategie kann zu neuen Ansätzen in der Analyse medizinischer Bilder führen, denn Verfahren dieser Art sollten den Informationsaustausch zwischen beliebigen Repräsentationsebenen erlauben. Die mit der Abstraktionsstufe zunehmende Reduktion von Information muss reversibel gestaltet werden, um so High-Level-Wissen auch auf niedrigstmöglicher Repräsentationsebene beschreiben und zur Steuerung von Low-Level- Verarbeitungsschritten einsetzen zu können. Konsequenzen aus einer zielgerichteten Anwendung dieser Strategie werden am Beispiel einer Anwendung zur Verbesserung des Signal-Rausch-Verhältnisses in DSA- Bildern mit in Bereichen geringen Signals demonstriert. Hier wurden morphologische Eigenschaften der Gefäße als Pixelattribut definiert und konnten so für die Verbesserung eingesetzt werden, ohne dass eine vorherige Segmentation der Gefäße notwendig war.
A. Rodenhausen, 6.4.2000