CeVis
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In dem regelmäßig stattfindenden Oberseminar tragen Gäste aus aller Welt über Forschungsarbeiten zu Themen vor, die mit der Arbeit von CeVis und MeVis in Verbindung stehen, und Mitarbeiter von CeVis und MeVis präsentieren ihre neusten Ergebnisse.

C(M)eVis-Oberseminar am 25.4.2001

Datum: Mittwoch, der 25.4.2000
Zeit: 11.00 Uhr s.t.
Ort: Seminarraum Mandelbrot
Referent: Dominik Böhm (MeVis)

Dieser Vortrag wurde auf der BVM-Tagung 2001 in Lübeck gehalten und dort mit dem Preis für den besten Vortrag ausgezeichnet!

Segmentabhängige Bestimmung von quantitativen Funktionsparametern aus dem CT der Lunge

Segmentabhängige Bestimmung von quantitativen CT-Funktionsparametern zur verbesserten Abschätzung der postoperativen Lungenfunktion vor Lungenresektionen auf Grundlage der patientindividuellen Lungensegmente.

Die Lungensegmente werden mit speziell entwickelten Bildverarbeitungsalgorithmen lokalisiert. Für jedes Segment werden Dichtehistogramme (-1024 HU bis -400 HU) errechnet. Daraus werden folgende CT-Funktionsparameter bestimmt: Mittlere Lungendichte (MLD), Emphysemindex (Anteil der Voxel < -860 HU), Fibroseindex (Anteil der Voxel >-760 HU). Diese können als Parameterbilder (2D und 3D) dargestellt werden. In einer Machbarkeitsstudie wurden die Funktionsparameter und deren Schwankung für einen Mehrzeilen-CT-Datensatz eines Patienten berechnet.

Die Lungensegmente konnten, wie frühere Validierungsstudien gezeigt haben, mit einer Genauigkeit (Sensitivität) von 80% bestimmt werden. Die Machbarkeitsstudie ergab für alle Segmente (Min/ Median/Max): MLD [HU]: -896,5/-852,6/-819,2, Emphysemindex: 42,0%/62,2%/83,9%, Fibroseindex: 4,8%/8,7%/20,7%

Die Berücksichtigung lokaler CT-Funktionsparameter für verschiedene Resektionsszenarien unterstützt die Abschätzung der postoperativen Lungenfunktion besser als globale Werte für die gesamte Lunge. Die gezeigten lokalen Schwankungen, die auch bei Patienten mit unauffälligem CT auftreten (z.B. durch Lagerung des Patienten), sind dabei zu berücksichtigen. Eine Korrelation der lokalen CT-Funktionsparameter mit der Perfusionsszintigraphie und der postoperativen Lungenfunktion ist Gegenstand zukünftiger Studien.

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